Grüne Idylle am Kanal: Mit Dagmar Oeltz durch Burghausen (7 km)

Foto: Andreas Döring Dagmar Oeltz (55) arbeitet als Teamleiterin Hausverwaltung im Center Liegenschaften bei den Leipziger Verkehrsbetrieben. Laufend unterwegs ist sie erst seit etwa einem Jahr. Vorher trainierte Oeltz vor allem im Fitness-Studio. Die Wende kam dann ungeplant. Eine Ernährungsberatung, die sie damals mit ihrer Freundin besuchte, versprach im Anschluss noch Walken. Doch diese Belastung reichte den vitalen Frauen nicht. „Die anderen blieben weit hinter uns. Und jetzt laufen wir eben regelmäßig zweimal die Woche“, sagt Oeltz mit leuchtenden Augen. Die Stöcke wurden vorerst in die Ecke gestellt. Ein konkretes Ziel gibt es auch: Der Volksbank-Frauenlauf nächstes Jahr im Leipziger Clara-Zetkin-Park.

Wir treffen uns an der Ecke Merseburger Straße/Ochsenweg. Wer mit dem Auto hierherkommt, sollte es irgendwo auf einem der vielen Parkplätze im Gewerbegebiet abstellen. Zunächst traben wir durch Gartenanlagen, bevor der steinige Weg an Feldern entlang eine leichte Biegung nach links nimmt und sich nun an den Saale-Elster-Kanal anschmiegt.

„Hier kann man entweder unten auf dem Uferweg oder auch weiter hier oben Richtung Dölzig laufen“, erklärt Oeltz. „Der Weg am Kanal entlang ist auf jeden Fall sehr grün und ruhig. Genau das Richtige, um abzuschalten.“

Hundert Meter bevor es über die Hauptstraße geht, haben wir einen Kilometer hinter uns. Wir überqueren die  Miltitzer und setzen unseren Weg in Ufernähe fort – auch dann noch, wenn die Straße schon wieder nach links biegt.

Im Wasser spiegelt sich das Grün der Bäume. Der Untergrund gleicht einem Parkweg. Ein Hauch von Dessau-Wörlitzer Gartenreich und Idylle pur!

Wir passieren eine Schranke mit der Aufschrift „Privatweg“. Wenig später mündet von rechts ein schmaler Pfad vom Ufer in unsere Strecke. Da sind es schon zwei Kilometer. An Feldern auf der linken Seite vorbei führt unsere Tour. Eine weitere Schranke steht dann für drei Kilometer.

Auf der nächsten Brücke liegt schon der Wendepunkt. „Natürlich kann man in beiden Richtungen auch noch weiter am Kanal entlang laufen“, erläutert Oeltz. Wir aber biegen über die kopfsteingepflasterte Brücke auf das gegenüberliegende Ufer und machen uns dort auf den Rückweg. Die beiden ersten gelben Steine sind der Markierungspunkt für Kilometer 4.

Weiter geht es den Wiesenweg entlang. Wenn dann eine schmale Betontreppe nach unten führt, ist das der Anhaltspunkt für Kilometer 5. Wir laufen an einem Unterstellpilz und einer Bootsanlegestelle vorbei, unter einer eisernen Brücke hindurch und schließlich kurz vor der nächsten Brücke eine schmale Treppe nach oben auf die Straße. Dort wechseln wir über die Brücke aufs andere Ufer – Kilometer 6. Den letzten Kilometer verläuft die Tour nun in umgekehrter Richtung auf dem Startkilometer. Im Ziel Merseburger Straße sind es genau 7 Kilometer. Dagmar Oeltz kann den Frauenlauf im Clara-Zetkin-Park nun jedenfalls mit neuen Schuhen bestreiten.

Roland Herold, Leipziger Volkszeitung

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© LVZ-Online, 11.10.2010, 13:22 Uhr
 

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